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Interviews

Portrait von Architekt und Designer Lorenzo Bellini

STYLE REPORT:
Warum ziehen Sie es als Architekt vor, als Designer zu wirken?
BELLINI:
Ich glaube nicht, dass es so ist: Ich bin Architekt und liebe meinen Beruf. Aber es ist nicht immer leicht, als Architekt zu arbeiten (man denke an die Bürokratie, die Budgets, den Zeitaufwand); beim Design ist das alles anders: Was man kreiert, kann innerhalb kurzer Zeit begutachtet werden, die Kontrolle des Produktes ist unmittelbarer und lässt sich an Beispielen darstellen. Vielleicht ist das der Grund, weswegen ich mich immer mehr dem Design widme. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass mich all das fasziniert, was mit Kreativität zu tun hat: auch das Zeichnen eines Segelbootes.
STYLE REPORT:
Woher kommt der schöpferische Einfall für ein neues Modell (eine neue Kollektion)?
BELLINI:
Normalerweise sind neue Modelle, Objekte, Einrichtungsgegenstände das Ergebnis eines klar definierten Denkprozesses, der sich auf den Markt oder auf ein architektonisch weitläufigeres Einrichtungsprojekt bezieht. Die Inspiration beruht auf solcherlei Voraussetzungen und setzt sich ständig mit einer estalterischen Methodik auseinander, die von 35-jährigen Erfahrungswerten herrührt und von einer stetigen „Qual“.
​STYLE REPORT:
Mit welchem Material arbeiten Sie am liebsten?
BELLINI:
Ich liebe alle Materialien, ich verwende sie alle, vorzugsweise aber jene, wo die handwerkliche Fähigkeit des Menschen imstande ist, ihnen einen besonderen Wert, einen Mehrwert zu verleihen.
STYLE REPORT:
Was bedeutet es für Sie, wenn man von einem persönlichen Stil eines Künstlers spricht? Heißt das vielleicht, dass man seine Arbeiten sogleich erkennt?
BELLINI:
Es stimmt, einige Architekten/Designer haben einen unverwechselbaren Stil; durch immer wiederkehrende Elemente sind ihre Werke auf Anhieb zu erkennen. Das ist aber nicht mein Fall. Ich denke, dass man in meinen Werken eine gewisse Atmosphäre, eine gewissen Stil wahrnimmt, der sachlich zwar nicht definierbar ist, tatsächlich aber eine Art „Markenzeichen“ darstellt.
STYLE REPORT:
Womit beschäftigen Sie sich zurzeit?
BELLINI:
Gegenwärtig arbeite ich weltweit an ungefähr 20 Hotelprojekten, und zwar sowohl im Architekturbereich wie in der Innenausstattung. Ich zeichne neue Möbel- und Polstermöbelkollektionen, Lampen, Armaturen, Textilien usw. Im Augenblick herrscht in meinem Büro eine große Kreativität.
STYLE REPORT:
Welches Ihrer Projekte hat Ihnen die größte Genugtuung gegeben?
BELLINI:
Alle meine Projekte sind ein Teil meiner selbst, keines überbietet das andere. Ich stelle mich ständig neuen Herausforderungen, aus Neugierde suche ich ständig neue Wege.
STYLE REPORT:
Man sagt auch, dass eine Kollektion umso uninteressanter für den Künstler ist, je interessanter sie vom kommerziellen Gesichtspunkt aus ist. Sind Sie auch dieser Meinung?
BELLINI:
Im Allgemeinen nicht. Ich zeichne nämlich nicht, um mein Ego zu befriedigen, sondern um Objekte, Räume, eine Architektur zu schaffen, die dem Nutzer zugute kommt! Mein Ego ist befriedigt, wenn der Benutzer diese Objekte, Räume, diese Architektur wegen ihrer ästhetischen Eigenschaften und ihrer Funktionalität schätzt, und – warum sollte es nicht so sein – auch wegen ihrer Wirtschaftlichkeit.
STYLE REPORT:
Wer ist Ihr strengster Kritiker? Wessen Meinung schätzen Sie am meisten?
BELLINI:
In gewisser Weise meine Töchter: Es handelt sich um eine nie geäußerte Kritik, deren Gewicht ich aber spüre. Am meisten schätze ich hingegen die Anerkennung jener, die ein von mir entworfenes Ambiente nutzen oder darin leben.
STYLE REPORT:
Gibt es einen Designer (Architekten), den Sie mehr als alle anderen schätzen? Und wenn ja, warum?
BELLINI:
Die Bezugspersonen während meiner Vergangenheit als Student sind es auch gegenwärtig geblieben: Alvar Aalto und Arne Jacobsen. Ihr Design der 50er und 60er Jahre ist auch heute noch beispielgebend für reine Formen, die den jeweiligen Zeitgeschmack überdauern werden. Es handelt sich hier um echten, unsterblichen Minimalismus.
STYLE REPORT:
Stimmt es, dass alle neuen Sachen vollkommen vergessene Sachen der Vergangenheit sind?
BELLINI:
Die Vergangenheit ist ein Teil von uns. Neue Sachen sind für mich eine zeitgemäß überarbeitete Synthese des Neuen und des Alten.
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